Warum es für Autoren interessant sein könnte, sich bei Qindie zu bewerben

Warum es für Autoren interessant sein könnte, sich bei Qindie zu bewerben

Ein Artikel von Divina Michaelis (Mitgleid seit 2013)

Was ist Qindie überhaupt?

Das Wort „Qindie“ ist eine Zusammensetzung aus dem Wort „Qualität“ und „Indie-Autor“ und ist eine eingetragene Wort- und Bildmarke. Mit dem Q-Siegel werden Bücher von Selfpublishern ausgezeichnet, die sich einer Prüfung unterzogen haben und bei dieser Prüfung als mindestens verlagstauglich bewertet wurden.

Qindie selbst ist ein Zusammenschluss von Autoren, Korrektoren und Lektoren, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, den Lesern mithilfe des Q-Siegels einen Weg zu handwerklich gut gemachten Büchern von Selfpublishern aufzuzeigen.

Bei Büchern mit diesem Siegel kann der Leser davon ausgehen, dass er ein korrigiertes und lektoriertes Werk erworben hat, das auch formal den Ansprüchen an ein gutes Buch gerecht wird. Dazu gehört im Übrigen auch ein professionell gestaltetes Cover.

Gleichzeitig vertritt Qindie diese Autoren mit ihren Büchern sowohl auf der eigenen Webseite als auch auf Messen wie der Leipziger Buchmesse oder der Buch Berlin.

Qindie ist kein Verlag. Für alles, was das Buch angeht, ist der Autor selbst verantwortlich. Auf Wunsch geben wir aber Autoren gerne Hinweise auf Fachleute und bieten Unterstützung, soweit wir diese leisten können.

Was macht Qindie so besonders?

Ich vergleiche Qindie in Bezug auf das Siegel immer gern mit der Stiftung Warentest, obwohl wir natürlich anders arbeiten. Aber wer das Q-Siegel erhält, kann auf sein Buch stolz sein, denn diejenigen, die einen Blick darauf geworfen haben, sind recht kritisch und vergeben das Siegel nicht leichtfertig oder nach Sympathielage. Dass Leser ein Buch besonders gut finden und fast nur positive Rezensionen existieren, ist für uns kein Qualitätskriterium. Es gibt sogar etliche Verlagswerke, die für ein Siegel nicht infrage kämen, weil die beworbenen Bücher bei uns so kritisch angeschaut werden.

Im Gegensatz zu Verlagen gibt es bei Qindie nicht nur einen einzelnen Lektor, der hier die Hand drauf hat, sondern viele Leute, die sich das ansehen und ihre Meinung dazu äußern, darunter auch Autoren, die bereits bei Verlagen gearbeitet haben, und professionelle Korrektoren und Lektoren. Aber auch Siegelträger sind dazu aufgefordert, ihre Meinung abzugeben. Dadurch haben wir einen großen Pool an Leuten mit unterschiedlichem Fachwissen, Meinungen und Interessen, was die Bewertung umso gerechter macht. Je mehr Leute mitmachen, umso besser.

Im Grunde läuft es so ab: Ein Autor bewirbt sich mit seinem Buch und einer ausreichend langen Leseprobe über das Bewerbungsformular bei Qindie. Im Qindie-Forum wird diese Bewerbung mit der Leseprobe von vielen ehrenamtlichen Helfern begutachtet und bewertet.

Nach einem gewissen Zeitraum bekommt der Autor dann eine Nachricht, ob er das Siegel auf sein Cover drucken darf oder nicht. In den Fällen einer Ablehnung, in denen es nur an Kleinigkeiten gehakt hat, bekommt der Autor einen Hinweis darauf, was der Überarbeitung bedarf, um das Siegel doch noch zu erhalten. In dem Fall lohnt es sich, das Buch nach der Überarbeitung erneut vorzustellen. Sollte der Autor allerdings ein Nein ohne Begründung erhalten, kann er davon ausgehen, dass eine gründliche Überarbeitung nötig ist und nicht nur Kleinigkeiten gestört haben. Das kann ein Übermaß an schiefen Bildern gewesen sein, Zeichensetzungsfehler, Wortwiederholungen, eine umständliche, holprige Sprache oder was auch immer.

Im Gegensatz zu Stiftung Warentest verlaufen Bewerbung, Prüfungsverfahren und Testergebnisse bei Qindie allerdings hinter geschlossenen Türen. Ein Leser bekommt niemals mit, ob sich ein Autor jemals bei uns beworben hat oder welches Ergebnis bei einer Bewerbung herausgekommen ist. So hat der Autor die Möglichkeit, auch nach einer Ablehnung sein Buch weiterhin in bisheriger Form  zu veräußern, ohne Nachteile durch die Bewerbung in Kauf nehmen zu müssen. Eine Verpflichtung zur Überarbeitung besteht nicht. Leser sehen erst dann, wenn der Autor auf seinem Buch mit dem Qindie-Siegel wirbt, dass er die Prüfung bestanden hat.

Und was kostet jetzt das Ganze?

Im Grunde ist Qindie kostenlos. Wir wünschen uns allerdings aktive Mitglieder, die sich, sobald sie das Siegel haben, auch beteiligen, zum Beispiel bei den Abstimmungen, denn Qindie lebt vom Mitmachen. Wer niemals Zeit hat und sich nicht einbringen möchte, sollte sich vorher überlegen, ob er sich bei uns bewirbt.

Weitere Beteiligungen sind an den Anthologien möglich, die zugunsten Qindies herausgebracht werden. Sie sind einerseits Werbung für die Autoren und andererseits fallen die Einnahmen Qindie selbst zu, um damit anfallende Kosten aufzufangen.

Dann wären da noch die Buchmessen, die jedoch nicht kostenlos sind, da die Stände bezahlt werden müssen. Wer mit seinen Büchern, Leseproben oder anderem Werbematerial am Stand vertreten sein möchte, zahlt einen vorher festgesetzten Beitrag (es darf freiwillig natürlich gern mehr gezahlt werden). Am Stand ist auch eine personelle Beteiligung gern gesehen, aber kein Muss.

Und das wäre es dann auch schon.

Wer Interesse hat, kann gern einmal einen Blick unter https://qindie.de/ riskieren. Vielleicht sieht man sich ja bald.

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